Über einige unserer Aktivitäten wird in der Zeitung berichtet. Diese sammeln wir hier.

Berichterstattung über das DRK Flörsheim u.A. in:

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Rüsselsheimer Echo, 7.Februar 2002, www.echo-online.de

 

Närrische Zahlenspiele: Die Polizei sprach zunächst von 80 000 Besuchern, jetzt heißt es „mehrere Zehntausend“ würden erwartet

Flörsheim DRK-Bereitschaftsführer Franz-Josef Eckert war verblüfft. Noch zu Beginn der Woche hatte Horst Schwabenland, Leiter der Flörsheimer Polizeistation, die erwartete Zahl der Besucher am Fastnachtsonntag auf rund 80 000 geschätzt. Das sind eine Menge Leute und vor allem mehr als drei Mal so viele, wie nach Schätzungen des Ordnungsamtes als Genehmigungsbehörde kommen. Und nach den Zahlen des Ordnungsamtes richtet sich das DRK bei der Konzeption des Sanitätsdienstes für den Zug.

„Mir ist es schleierhaft, wie der Leiter der Polizeistation zu solchen Zahlen kommt, zumal die Genehmigungsbehörde nach intensiven Ermittlungen die maximale Besucherzahl auf 27 000 festgelegt hat“, sagte Eckert gestern gegenüber dem ECHO. Doch diese Diskrepanzen zwischen den Schätzungen von Rettungsdienst und Ordnungsmacht sind nicht neu. Schon 1989 schätzte Norbert Kappel, der damalige Leiter der Flörsheimer Polizeistation, dass sich am Fastnachtssonntag 100 000 Narren auf den Straßen der Stadt vergnügten. Das DRK geht dagegen schon seit rund 15 Jahren von rund 30 000 Besuchern aus, betonte Eckert. Gestern schien allerdings ein Kompromiss gefunden. Das DRK hält ich an die Zahlen des Ordnungsamtes, Horst Schwabenland geht von „mehreren zehntausend Besuchern“ aus. Dennoch werden in diesem Jahr genau so viele Polizeibeamte am Sonntag Dienst tun, wie 2001, als man noch 80 000 Besucher geschätzt hatte.

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Rüsselsheimer Echo, 18.Januar 2002, www.echo-online.de 

 

Ordnungsamt rechnet nur noch mit 26 000 Besuchern beim Fastnachtszug – Richtlinie macht Neubewertung nötig

FLÖRSHEIM . Das wird für viele eine ganz neue Erfahrung werden, am 10. Februar. Jeder einzelne Narr entlang des Zugweges muss sich am Fastnachtssonntag wohl damit abfinden, dass er nicht mehr zusammen mit mehr als 100 000 anderen den karnevalistischen Ausnahmezustand zelebriert, sondern dass er einer vergleichsweise überschaubaren Menge von höchstens 30 000 Menschen angehört. Mit den jedes Jahr fast inflationär ansteigenden Besucherzahlen, gemeldet von Polizei und Flörsheimer Narren-Club (FNC), ist dieses Jahr nämlich endgültig Schluss.

Kritische Geister haben zwar schon in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass die offiziell verlautbarten Besucherzahlen gar nicht auf die Bürgersteige entlang des Zugweges passen. So richtig durchsetzen konnte sich diese Ansicht aber nicht.

Es war ja auch so praktisch. Der FNC konnte sich stolz auf die Fahnen schreiben, die größte Fastnachtsveranstaltung am Untermain zu veranstalten, die Polizei hatte ein nettes Argument bei der Anforderung von Unterstützungskräften, und der Verwaltungschef war einmal im Jahr Bürgermeister einer Großstadt.

Die seit Jahrzehnten gepflegte Übereinkunft brachte nun eine neue Richtlinie aus dem hessischen Sozialministerium ins Wanken. Diese Grundsätze der Risikoanalyse und Gefahrenprognose wurden zwar schon zum 2. Oktober 2000 eingeführt, das war aber zu spät, um noch Eingang in die Planungen für den Fastnachtszug im vergangenen Jahr zu finden. Hintergrund dieser in Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten und der Feuerwehr erarbeiteten Richtlinie ist das Bestreben, bei Großveranstaltungen eine angemessene und verbindliche Zahl an Rettungskräften vorzuhalten.

Besucherzahl, Charakter einer Veranstaltung und eventuell besonderes Gefahrenpotenzial sind die wesentlichen Parameter, die die Zahl der vorzuhaltenden Rettungskräfte bestimmen.

Würden für den Flörsheimer Fastnachtszug 130 000 Besucher angenommen – diese Zahl markierte das Maximum der im vergangenen Jahr kursierenden Besucherzahlen – müsste das Rote Kreuz gewaltige Mengen am Menschen und Material vorhalten. 130 000 Besucher – das bedeutete 116 Sanitätshelfer, 30 Rettungshelfer oder Rettungssanitäter, 12 Rettungsassistenten, vier Notärzte, 11 Krankentransportwagen und acht Rettungswagen. Die anfallenden Kosten hätte der FNC als Veranstalter zu tragen.

So viel Rettungspersonal gab es aber noch nie bei einem Fastnachtsumzug. „Wir sind immer von 30 000 Besuchern ausgegangen“, beschreibt Franz Josef Eckert, Bereitschaftsleiter des Flörsheimer DRK, die Grundlage seiner Planungen in den vergangenen Jahren. Die Helfer wollten aber auch keine Spielverderber sein, und da sie nie jemand nach ihrer Einschätzung der Zuschauerzahlen gefragt hat, behielten sie die auch für sich.

Mit den neuen Richtlinien sieht alles ganz anders aus. Danach prognostiziert die Genehmigungsbehörde der Veranstaltung, in diesem Fall das Ordnungsamt, die erwarteten Zuschauerzahlen und legt damit den Umfang des Sanitätsdienstes fest. Würde dabei von 130 000 Besuchern ausgegangen, hätten die Retter ein arges Personalproblem. Verschärft wird dies durch die neue gesetzliche Maßgabe, dass Beifahrer im Rettungswagen die Qualifikation eines Rettungsassistenten besitzen müssen. Problem des DRK: Unter den aktiven Mitgliedern gibt es zu wenige, die sich nebenbei und ehrenamtlich zum Rettungsassistenten qualifiziert haben.

Kein Wunder, denn schließlich handelt es sich hier um einen Lehrberuf mit zweijähriger Ausbildungsdauer.

Zum großen Personalengpass kommt es aber gar nicht, denn die Berechnung der Stadt ist von bestechender Logik, wenngleich sie von den Jubelmeldungen der Vergangenheit nur noch einen Bruchteil übrig lässt.

Folgende Parameter liegen der städtischen Rechnung zugrunde: Der Zugweg ist 2600 Meter lang, der Bürgersteig 1,25 Meter breit. Multipliziert man nun die doppelte Zuglänge (weil zu beiden Seiten der Straße Menschen stehen) mit der Bürgersteigbreite, ergeben sich 6500 Quadratmeter Fläche, auf der die Narren toben können. Vier Narren pro Quadratmeter ergibt eine maximale Besucherzahl entlang des Zugweges von 26 000 Menschen. So einfach ist das.

Rechnet man spaßeshalber mal andersherum und legt 130 000 Besucher zugrunde, müssten sich auf einem Quadratmeter 20 Menschen drängen. Oder der Zug müsste 13 Kilometer lang sein und könnte dann bis Hofheim führen.

Bei angenommenen 26 000 Besuchern kommt das DRK mit seinen Einsatzkräften ganz gut klar. Neben den Liederbachern helfen dieses Jahr auch erstmals die Bischofsheimer Kollegen mit aus, so dass nur in geringem Maße mehr als in den vergangenen Jahren üblich Rettungskräfte teuer eingekauft werden müssen.

Ein Herunterrechnen der Besucherzahlen hätte dem Veranstalter diese teuren Zusatzverpflichtungen von Rettungskräften erspart. Das wäre aber mit dem DRK sowieso nicht zu machen gewesen. Ein Blick auf die Einsatzstatistik der vergangenen Jahre zeigt Franz Josef Eckert, dass alle Helfer nötig waren. Dazu bedarf es noch nicht mal eines Unglückes wie im Vorjahr, als 29 Menschen beim Sturz von einem umkippenden Motivwagen verletzt wurden.

Jens Etzelsberger; 18.01.2002

Höchster Kreisblatt, 17. September 2001 www.rhein-main.net   >hk

 

Der kleine Daniel ist ziemlich tapfer: Obwohl er eine schwarz verkohlte Brandwunde an der linken Wade hat und mit Sicherheit eine Rauchvergiftung, lächelt er seine Betreuer an. André erneuert gerade das Kühlungstuch auf der Wunde, Dominique erkundigt sich nach dem Zustand von Daniels Kreislauf. Sie sitzt dabei hinter Daniel, um ihm eine bequeme aufrechte Haltung zu ermöglichen. "Alles in Ordnung", kann Daniel schon wieder lachen. Ist ja auch alles gar nicht so schlimm, der Junge ist nämlich nicht wirklich verletzt. Er nimmt gemeinsam mit André und Dominique an einer Gemeinschaftsübung von Jugendfeuerwehren und Rotkreuz-Nachwuchs aus dem Kreis teil.

Während die jungen Brandschützer aus Hochheim, Massenheim, Flörsheim, Wicker, Weilbach und Eddersheim einen Einsatz auf einem Firmengelände in der Keramag simulieren, versorgen ihre Kollegen vom Jugendrotkreuz aus Hochheim und Flörsheim die "Verletzten" in zwei eilig aufgestellten Zelten. Gut 130 Feuerwehrleute verteilen sich auf dem Gelände der Holz verarbeitenden Firma.

Eine Explosion habe es gegeben, haben sie beim Anrücken erfahren. Schnell sind die Aufgaben verteilt, die Koordination zwischen den Wehren ist kein Problem. "Das läuft außerordentlich gut", freut sich Oliver Erbe, Pressesprecher der Hochheimer Feuerwehr. Auch Tobias von der Flörsheimer Jugendwehr, der eben mit Kollegen unter einem Holzstapel nach Verletzten suchte, ist zufrieden: "Wir wussten alle ziemlich schnell, was unsere Aufgabe ist." Während sich kleine Trupps zur Suche nach den neun Vermissten aufmachen – die "Opfer" sind von den erwachsenen Ersthelfern sehr realitätsnah geschminkt worden –, stellen andere Einsatzkräfte die permanente Wasserversorgung sicher: Das Löschwasser aus den Tanks der Einsatzfahrzeuge ist schließlich irgendwann aufgebraucht. Schnell werden Hydranten angeschlossen und Pumpen an den Main geschleppt. An zwei Stellen brennt es: ein kleines Lagerhaus ist ebenso betroffen wie ein Holzlagerplatz. Eine Gruppe sucht zwischen den brennenden Baumstämmen nach einem Verletzten und findet ihn schließlich, eingekeilt zwischen Ästen. Mit einer Schleifkorbtrage können sie ihn herausziehen, während ihre Kameraden schon mit den Löscharbeiten beginnen. Dass dabei auch der Einsatztrupp vom Löschwasser getroffen wird, lockert die angespannte Atmosphäre etwas auf. Die beiden Brandherde haben die Floriansjünger schnell unter Kontrolle, und Kerstin Ehresmann vom Roten Kreuz kann signalisieren: "Es sind alle Vermissten geborgen."

Durchatmen bei der Feuerwehr, da sind ein paar doch ganz schön geschafft. Schließlich sind einige der Feuerwehrleute erst zehn oder elf Jahre alt und brauchen noch Erwachsene zur Unterstützung, wenn sie einen Wasserschlauch halten müssen. Alles in allem eine zufriedenstellende Großübung, bei der die Jugendwehren ihr Können im Umgang mit technischem Gerät ebenso unter Beweis stellen konnten wie ihre Kooperationsfähigkeit, auf die es bei Großeinsätzen ganz besonders ankommt. Die Rotkreuzhelfer hatten sich die Bratwurst beim Grillen genauso verdient: "Die haben sich richtig gut angestellt", urteilte Kerstin Ehresmann. (uwe)

Höchster Kreisblatt, 30.August 2001 www.rhein-main.net    hk

 

Flörsheim/Langenselbold. Die Feuerwehren und der DRK Ortsverband der Stadt Flörsheim nahmen am Wochenende an einer Großübung im Stadtverband auf dem Übungsgelände in Langenselbold teil. Insgesamt 63 Feuerwehr und Rettungskräfte waren an der Übung in dem stillgelegten Klärwerk beteiligt.

Die Anfahrt erfolgte im Verband mit 15 Fahrzeugen. Während der Abwesenheit wurde der Brandschutz von den daheim gebliebenen Kameraden und der Feuerwehr Hochheim sichergestellt. Geübt wurde hauptsächlich die „technische Hilfeleistung“ und die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr.

So galt es, Personen nach Explosionen oder Einstürzen aufzuspüren, zu bergen und zu versorgen. Zum Abschluss, am Samstagnachmittag, wurde dann von den Feuerwehrtauchern der Stadt Flörsheim und einem Team des Deutschen Roten Kreuzes die Rettung einer ertrunkenen Person aus dem Wasser demonstriert. Trotz der hohen Temperaturen (32 Grad Celsius im Schatten) wurde das gesamte Übungspensum durchgezogen. Hierbei wurden, während des Übungsdienstes, von den Teilnehmern 21 Kasten Wasser getrunken.

Die Großübung stand unter der Leitung von DRK-Ortsverband-Bereitschaftsführer Franz Josef Eckert und Volker Dreifach Stadtbrandinspektor Feuerwehren der Stadt Flörsheim. Die gesamte Veranstaltung war nach den Aussagen der Beteiligten ein voller Erfolg und soll in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
OV Flörsheim Main e.V.

Höllweg 17
65439 Flörsheim am Main

Tel.: (06145) 1603
Fax: (06145) 4141

info (at) drk-floersheim.de

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