Pressemitteilung vom 19. Mai 2010

Am 19.05.10 um 20:00 Uhr trafen sich die Mitglieder der DRK Ortsvereinigung Flörsheim zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung unter dem Vorsitz von Hans-Joachim Freiberg.

Der Geschäftsführer Franz-Josef Eckert legte den Jahresabschluss 2009 und den aktuellen Stand des Ortsverbands zu den Mitgliederentwicklungen und den Finanzen dar.
Anschließend wurden die Berichte zu den verschiedenen Tätigkeitsfelder wie z.B. Sanitätsdienst / Rettungsdienst / Katastrophenschutz von Bereitschaftsleiterin Theresa Kuhlmann, Jugendrotkreuz von JRK-Leiterin Nicole Triner und Soziales von Silvia Litzinger vorgetragen.
Die Kassenprüfer legten ihren Bericht vor und bestätigten das geordnete Belegwesen und die einwandfreie Buchführung und empfehlen die uneingeschränkte Entlastung des Vorstandes.
Insgesamt wurden knapp 10.400 ehrenamtliche Stunden zur Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben erbracht.

Genaue,  an diesem Abend vorgestellte Zahlen,  sind im Jahresbericht 2009 verfügbar.
Nach der Aussprache zu den Berichten wurde der amtierende Vorstand für das Jahr 2009 entlastet.
Es folgte die Vorstellung des Doppelwirtschaftsplans  2010 / 2011 und dessen  Annahme durch die Versammlung.
Anschließend wurden 6 Anwärter für die aktive Arbeit förmlich in die Bereitschaft aufgenommen.
Die Versammlung schloss um 21:30 Uhr.

Main-Spitze, 23. April 2010, www.main-spitze.demsp online
23.04.2010 - FLÖRSHEIM

(red). In Liederbach fand jetzt der Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuz statt. Teilnehmen konnten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von sechs bis 27 Jahren. Vom Jugendrotkreuz in Flörsheim nahmen zwei Gruppen teil.

Geprüft wurden Kenntnisse der theoretischen und praktischen Ersten Hilfe sowie von rotkreuz-spezifischen und soziale Themen. Natürlich durfte auch der Aufgabenbereich "Spiel und Spaß" nicht fehlen.

Bei der Siegerehrung wurde die harte Arbeit letztendlich belohnt. In der Altersstufe 1 (sechs bis elf Jahre) belegten die Flörsheimer den ersten Platz und in der Stufe 2 (12 bis 16 Jahre ) den vierten Platz.

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Überaus erfolgreich waren die Jugendrotkreuzler aus Flörsheim beim Kreiswettbewerb. privat

Rüsselsheimer Echo 13. März 2010, www.echo-online.dehk echo

Medizin: Standardisierte Traumaversorgung und neue Geräte verändern die Arbeit von Notärzten und Sanitätern

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Der Luftröhrentubus (links) muss mit Hilfe eines Laryngoskopes platziert werden. Der einfacher zu
handhabende Larynx-Tubus (rechts) wird in die Speiseröhre eingeführt. Theresa Kuhlmann vom DRK
Flörsheim hat sich bei dem interdisziplinären Wiesbadener Kongress über aktuelle Entwicklungen in
der Notfallmedizin informiert.
Foto: Jens Etzelsberger

Es ist meist nicht viel Zeit, die bei einem medizinischen Notfall bis zur Einlieferung ins Krankenhaus vergeht. Sehr wenig Zeit sogar, verglichen mit der oft wochenlangen Behandlungs- und Genesungsdauer in der Klinik. Dennoch sind die Minuten bis der Patient in die Klinik kommt, oft entscheidend. Dabei geht es nicht nur um die Geschwindigkeit, mit der ein Hospital erreicht wird, sondern auch um die Qualität der Notfallbehandlung. Sie entscheidet mit darüber, in welchem Zustand der Patient im Krankenhaus aufgenommen wird und hat damit größten Einfluss auf Überlebensrate und Genesungsverlauf.
Und so, wie der medizinische Fortschritt in den Kliniken voranschreitet, bleibt auch die Notfallmedizin nicht stehen. In Wiesbaden trafen sich unlängst hunderte von Notärzten, Rettungsassistenten und Sanitätern aus ganz Deutschland zu einem mehrtägigen interdisziplinären Notfallkongress. Für das Flörsheimer DRK nahm Bereitschaftsleiterin Theresa Kuhlmann an dem Kongress teil. Sie kam mit einer Reihe neuer Erkenntnisse zurück.

Eine schon begonnene Entwicklung im Bereich der Notfallbeatmung scheint sich dabei weiter machtvoll fortzusetzen: Der Ersatz der bisher gängigen Intubation durch einen so genannten Larynx-Tubus. Bisher wurde dem Patienten zur Notfallbeatmung ein Tubus zwischen den Stimmbändern hindurch in die Luftröhre eingeführt. Die richtige Platzierung des Tubus in der Luftröhre ist dabei eine diffizile Sache. Anatomische Besonderheiten oder stark übergewichtige Patienten sowie eine instabile Lagerung am Unfallort erschweren das Einführen des Tubus in die Luftröhre. Der größte Fehler, der dabei passieren kann, ist das versehentliche Einführen des Plastikschlauches in die Speiseröhre. Die lebensnotwendige Luft wird dann in den Magen statt in die Lunge gepresst. Wird der Fehler nicht rechtzeitig bemerkt, kann er tödliche Folgen haben.

Ein Weg, auch unter schwierigen Bedingungen eine korrekt arbeitende Beatmung sicherzustellen, ist die Verwendung eines so genannten Larynx-Tubus, der verstärkt Eingang in die Notfallmedizin findet. Dieser Tubus wird statt in die Luftröhre in die Speiseröhre eingeführt, was aufgrund der menschlichen Anatomie viel einfacher ist und auch unter schwierigsten Bedingungen gelingt.

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Die Beatmung im Notfall erlebt derzeit eine Veränderung. Statt der komplizierten Intubierung in die Luftröhre werden vermehrt Tuben eingesetzt, die in die viel
einfacher erreichbare Speiseröhre eingeführt werden. Ein Ballonsystem stellt sicher, dass die Atemluft dennoch in die Lunge gelangt.
Foto: DRK

Über zwei aufblasbare Ballons werden dann die Speiseröhre am unteren Ende und der Rachen des Patienten am oberen Ende des Tubus verschlossen. Zwischen beiden Ballons ist der Tubus gelocht. Die durch diese Löcher eingepresste Luft hat nun nur einen Weg - durch die Luftröhre in die Lunge. Andere Wege, Speiseröhre und Rachenraum, sind durch die Ballons verschlossen. Was dem System zur perfekten Lösung noch fehlt, ist einzig der Nachweis, dass durch die Ballons hundertprozentig verhindert wird, dass Mageninhalt beim Erbrechen in Luftröhre und Lunge gelangt. Entsprechende Studien aus Frankfurt, die die Zuverlässigkeit auch in diesen Fällen belegen sollen, seien bisher aber sehr vielversprechend verlaufen, sagt Theresa Kuhlmann.
Vielversprechend findet die Bereitschaftsleiterin auch neue Ansätze in der Traumaversorgung von Notfallpatienten. Ein Thema, das auf dem Kongress großen Raum eingenommen hat. Mit der Schematisierung der Behandlung nach dem Vorbild der USA soll einerseits sichergestellt werden, dass bei einer Vielzahl von Verletzungen die lebensbedrohlichsten zuerst behandelt werden. Vereinfacht gesprochen: Niemand soll eine blutende Wunde verbinden, so lange der Patient nicht atmet. Darüber hinaus soll die Übergabe des Patienten in die Klinik vereinfacht werden. Bei dem ATLS (Advanced Trauma Life support) genannten System werden nacheinander fünf Kategorien, benannt nach den ersten fünf Buchstaben des Alphabetes, abgearbeitet. Kontrolliert und gegebenenfalls gesichert und behandelt werden die Atemwege, die Atmungsfunktion, Kreislauffunktionen, Blutdruck und neurologischer Status. Danach findet eine Gesamtschau des Patienten in entkleidetem Zustand statt. Für die Übergabe in der Klinik bedeutet dies, dass Notärzte und Rettungsassistenten schon bei der Anfahrt kurz und prägnant die festgestellten Probleme schildern können. ,,A und B sind okay, wir haben ein C-Problem", könnte eine solche knappe Ankündigung lauten, die die Klinik dann in die Lage versetzt, ihren Schockraum entsprechend vorzubereiten. In Kliniken, die ihre Traumaversorgung diesem Schema angepasst haben, stehen dann für die einzelnen Bereiche eigens zusammengestellte Material- und Medikamentensätze zur Verfügung.

Neue Medizintechnik, die bei der Tagung ebenfalls vorgestellt wurde, verlegt wesentliche Teile der apparativen Diagnostik in den vorklinischen Bereich. So etwa mit einem handlichen Ultraschallgerät, mit dem schon am Unfallort innerhalb von einer Minute festgestellt werden kann, ob der Patient innere Blutungen hat.

Aber auch bei der klassischen manuellen Herz-Lungen-Wiederbelebung gibt es noch Neues. Eine Sensormatte, die über den Brustkorb des Patienten gelegt wird, gibt Auskunft darüber, ob die Herzdruckmassage mit der richtigen Frequenz und der nötigen Eindrücktiefe geschieht. Selbst erfahrene Retter könnten mit diesem System die Qualität ihrer Hilfe erheblich steigern, sagt Theresa Kuhlmann.

Manchmal dauert es allerdings lange, bis neue Methoden und Erkenntnisse sich auch im Rettungsalltag wiederfinden.

Eine Ausnahme bildet dabei die Erkenntnis, dass Reanimationspatienten, deren Körpertemperatur frühzeitig gesenkt wurde, eine höhere Überlebensrate und weniger Spätschäden aufweisen. ,,Das ist vor rund zwei Jahren gekommen und hat sich sofort durchgesetzt", berichtet Theresa Kuhlmann. Der kollabierte Mitarbeiter eines Supermarktes wurde so schon in Tiefkühlpizzen gepackt und wenn im Winter ein Rettungswagen mit offenem Fenster unterwegs ist, hat kein sadistischer Sanitäter Dienst, sondern ein Retter, der zum Wohle des Patienten mitfriert.

Rüsselsheimer Echo 24. Februar 2010, www.echo-online.dehk echo

Flörsheim. Es war nicht ein besonders frühes Einläuten der aktuellen Grillsaison, sondern der untaugliche Versuch, einen Holzkohlegrill zur Wohnungsheizung zu nutzen, der in der vergangenen Nacht die Rettungskräfte in Flörsheim auf den Plan rief. Eine fünfköpfige Familie hatte in der Flörsheimer Bahnhofstraße das offene Feuer in der Wohnung entfacht. Als den Bewohnern das Ganze doch zu heikel wurde und drei von ihnen schon gegen Bewusstlosigkeit kämpften, alarmierten sie die Notrufleitstelle. Neben vier Rettungswagen und zwei Notarztwagen setzten sich auch Polizei und Feuerwehr in Bewegung. Die Rettungskräfte fanden eine Mutter und ihre 15 und 23 Jahre alten Kinder mit Rauchvergiftungen vor. Der Vater und ein weiterer Jugendlicher waren unverletzt. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Lebensgefahr besteht nicht. ,,Glück gehabt", ist dennoch das Fazit von Jörg Blau, dem leitenden Notarzt des Main-Taunus-Kreises, denn Rauchgasvergiftungen enden in vielen Fällen tödlich. Dass in geschlossenen Räumen Freizeitgrills zur Raumheizung betrieben werden, gehört allerdings zu den eher selteneren Einsätzen, sagte Blau. etz

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Vier Rettungswagen und zwei Notärzte waren im Einsatz, weil eine Flörsheimer Familie in der Nacht zum Dienstag mit einem Kohlegrill die Wohnung heizen wollte. Foto: Jens Etzelsberger.

 

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
OV Flörsheim Main e.V.

Höllweg 17
65439 Flörsheim am Main

Tel.: (06145) 1603
Fax: (06145) 4141

info (at) drk-floersheim.de

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