Auf der B40, kurz hinter der Auffahrt aus Hochheim in Richtung Autobahn 671 kam es am Freitag, den 25. Januar 2002 gegen 18 Uhr 25 zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 3er BMW (weiß) und ein älterer entgegenkommender VW prallten jeweils auf Höhe des linken Vorderrades aufeinander.

Bei dem Aufprall wurde der VW einige Meter nach hinten geschleudert uns blieb im Graben liegen. Der BMW kam auf dem Dach zum liegen.

Der Hintergrundrettungsdienst des DRK Flörsheim wurde um 18 Uhr 27 per Funkmeldeempfänger alarmiert und rückte mit den Rettungswagen RK MT 93-83 und RK MT 93-84 zur Unfallstelle aus. Aus Kostheim kam vom ASB ebenfalls ein Rettungswagen. Von der Leitstelle Main-Taunus waren ebenfalls das Notarzteinsatzfahrzeug RK MT 90-82 und die Feuerwehr Hochheim am Main alarmiert und auf dem Weg zur Einsatzstelle. Während der Anfahrt zum Unfallort wurden weiterhin das Notarzteinsatzfahrzeug RK MT 92-82, die Feuerwehr Flörsheim, der OL (organisatorische Einsatzleiter Rettungsdienst) und der LNA (Leitender Notarzt) nachalarmiert.

An der Einsatzstelle eingetroffen, ergab sich für den RK MT 93-83 folgendes Bild: die Fahrerin des BMW war eingeklemmt und nicht ansprechbar, der Fahrer des VW ebenfalls eingeklemmt, aber bedingt ansprechbar. Die Besatzung des ASB-Rettungswagen kümmerte sich um den Fahrer des VW.
Einer der beiden Helfer des DRK Flörsheim begab sich auf allen Vieren in den auf dem Dach liegenden BMW, um ein EKG anzuschließen. Eine Reanimation (Wiederbelebung) der eingeklemmten Fahrerin konnte zu diesem Zeitpunkt nicht erfolgen, da man nicht an diese herankommen konnte. Es wurde von dem Tod der Fahrerin ausgegangen.

Die Feuerwehr Hochheim begann mit der Rettung des VW-Fahrers, der unter Notarzt-Begleitung in eine Klinik der Maximalversorgung transportiert wurde. Zeitgleich wurde die Bergung der BMW-Fahrerin eingeleitet. Hierzu mußte der BMW angehoben werden, wie auf den Bildern zu erkennen ist. Nach deren Bergung konnte durch den Notarzt des RK MT 90-82 nur noch deren Tod festgestellt werden.

Die Bundesstraße mußte wegen den Aufräumarbeiten und der Unfallaufnahme durch einen Sachverständigen der DEKRA und Beamte der Polizeiautobahnstation Idstein für einige Stunden gesperrt werden.
OL, LNA


Eingesetzte Kräfte:

  • DRK Flörsheim: RTW 93/93, RTW 93/84
  • Verein Notarztdienst Main-Taunus e.V.: NEF 90/82, NEF 92/82
  • Main-Taunus-Kreis: OL, LNA
  • ASB Kostheim: RTW 89/83
  • Feuerwehr Hochheim
  • Feuerwehr Flörsheim
  • Autobahnpolizei Idstein
  • Polizei Flörsheim, Hofheim
  • vub40-250102-10
  • vub40-250102-4
  • vub40-250102-5
  • vub40-250102-6
  • vub40-250102-7
  • vub40-250102-9
  • vub40-250102

Zu den Bildern sei noch folgendes erwähnt: die Bilder wurden nicht aus Sensations- oder Neugier gemacht. Sie dienen der Einsatzdokumentation und teilweise auch der Ausbildung innerhalb des DRK Flörsheim. Während deren Aufnahme wurden keine anderen (rettungsdienstlichen Tätigkeiten vernachlässigt, es wurden ebenfalls keine Einsatzkräfte behindert; der Einsatzablauf wurde nicht gestört. Eine Weiterverwendung der Bilder ist nur nach Rücksprache möglich.

 

Daten für das Jahr 2001:

  • insgesamt 1.519 Mitglieder
  • 34 aktive Mitglieder, davon 28 mit Funkalarmempfängern (FAE)
  • 25 Jugendrotkreuz-Mitglieder (+ zwei Betreuer)
  • 5 Einsatzfahrzeuge
  • 14.346 geleistete Stunden
  • 292 Hintergrundrettungsdienst-Einsätze / 137 Alarmierungen
  • 2 Blutspendeveranstaltungen
  • 47 Dienstabende
  • 38 Sanitätsdienste

Den Jahresbericht 2001 als PDF-Dokument gibt es hier.

Übung in Langenselbold

Am Freitag den 24.08.2001 fuhr die Sonder-Einsatz-Gruppe (SEG) vom Deutschen Roten Kreuz Ortsverband Flörsheim mit den Feuerwehren der Stadt Flörsheim zur 3-tätigen Außenübung an den Kinzigsee in Langenselbold.

Die SEG-Mannschaft mit 20 Teilnehmer, unter SEG-Leiter Franz-Josef Eckert, fuhr ab Flörsheim im Konvoi mit der Feuerwehr nach Langenselbold.
Am Freitagabend wurde das Basis-Lager eingerichtet.

Am Samstag, konnte im alten Klärwerk, unter der Leitung des Stadtbrandinspektor Volker Draisbach, verschiedene Schadensfälle mit Verletzten beübt werden.
Zeitgleich fand im Basis-Lager an verschiedenen Stationen Ausbildungen an den Fahrzeugen von DRK und Feuerwehr statt.
Ebenfalls wurden Erste Hilfe Maßnahmen (Reanimation) mit der Feuerwehr geübt.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung (Badespaß).

Der Samstagabend wurde durch ein gemütliches Beisammensein mit Gesang (zwei "Sänger" die angeblich störten wurden abseits an einen Baum gefesselt) beendet.

Am Sonntag erfolgte die Heimreise mit dem anschließenden Aufrüsten der Einsatzfahrzeuge.

SEG-Leiter Eckert wertete die Übung als sehr gelungen.

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SEG

Höchster Kreisblatt, Montag, 9. Juli 2001

Chemie-Unglück - Was war im Tank?

Von Jürgen Dehl

Hattersheim. War das eine Bombe? Ein dumpfer, lauter Schlag schreckt am Samstag, gegen 20.40 Uhr, die Anwohner der Schützenstraße auf. Schnell die Feuerwehr rufen. Doch es ist kein Durchkommen. Die Leitungen, auch die der Polizei sind besetzt. Die Anwohner beruhigen sich: "Es hat schon jemand Alarm geschlagen." Minuten später stehen Polizisten vor der Tür. Die Anwohner werden aufgefordert ihre Wohnungen zu verlassen. Zum Glück ist die Schützenstraße klein. Drei Ehepaare, eines mit Kleinkind, werden evakuiert. Der Deckel einer Tankkammer eines Gefahrgut-Transporters war in die Luft geflogen. Der Transporter stand in der Halle einer Spedition in der Schützenstraße. Der Deckel durchschlug das Dach. Giftige Dämpfe traten aus, machten sich bei vielen Menschen beißend im Nasen- und Rachenraum bemerkbar. Unklar ist, was die Gegend verpestete. Aber auch gestern Abend gab es keine Sicherheit, ob sich tatsächlich das in den Tankkammern befand, was deklariert worden war.

Zurück zum Samstag. Das Magistratsmitglied Hans Schuch wird informiert. Er setzt sich ans Telefon und sucht Hotelzimmer. Im Schwimmbad-Hotel kommen die Leute unter. Weil noch immer nicht bekannt ist, was da die Augen tränen lässt, wird über größere Evakuierungen nachgedacht. Nur ein paar Meter weiter, in der Sindlinger Straße, ist ein einsam stehendes Hochhaus. Die Polizei schätzt, dass dort 600 Menschen wohnen. Von irgendwoher kommt die Nachricht, es handle sich um Phenol-Dämpfe und die würden sich nicht weiterverbreiten. Von der Massen-Evakuierung wird abgesehen. Die böse Überraschung am Sonntagmorgen, etwa 9.30 Uhr. Die Feuerwehr stellt fest, dass sich die Temperatur einer Tankkammer des Transporter beträchtlich erhöht hat. Sofort wird erneut Alarm geschlagen. Die Stadt richtet ein Krisentelefon ein. Der Hessische Rundfunk gibt Warnmeldungen durch und fordert die Anwohner der weiteren Umgebung auf, ihre Fenstern geschlossen zu halten und das Haus nicht zu verlassen.

Die BASF schickt aus Ludwigshafen einen Roboter, der den Tank öffnen soll. Doch es ergeben sich technische Schwierigkeiten. Der Roboter kann nicht eingesetzt werden. Am frühen Nachmittag klettern zwei Spezialisten auf den Tankzug und öffnen die Zuführung zum vierten Tank, damit sich eventuell angesammelte Dämpfe und Überdruck gezielt entladen können. Es entweicht weißgrauer Rauch. Um ihn niederzuhalten wird er von den Wehrleuten mit Wasser berieselt. Messungen ergeben, dass die Atemluft in der Umgebung kaum belastet ist. Das überzeugt Erste Stadträtin Karin Schnick nicht. Sie will abschließende Messungen abwarten bis die Evakuierungen aufgehoben werden: "Gesundheit geht vor." Die Politikerin rätselt über Ungereimtheiten. Offenbar weiß weder Ordnungsamt noch sonst irgendwer, was auf dem Speditionsgelände geschieht. Zudem soll es dort, so Schnick, auch noch einige Subunternehmer geben. So stellt sie sich die Frage: "Wer trägt dort die Verantwortung. Angeblich weiß keiner was." Beeindruckt ist die Stadträtin von den rund 300 Helferinnen und Helfern. Ein älterer Herr wandert ziellos an den Absperrungen herum: der Fahrer des Transporters. Seine Ladung hatte er in Wiesbaden bei Kalle abgeholt. Die Fracht war für ein Werk in Braunfeld in der Schweiz bestimmt. Dort angekommen, hieß es, die Tanks seien zu warm. Dies sei ein Zeichen für verminderte Qualität. Der 60 Jahre alte Fahrer, er verschwieg seinen Namen, kutschierte die explosive Mischung offenbar seelenruhig nach Hattersheim. Für die dort ansässige Spedition arbeitet der Mann seit "fast 15 Jahren". Zum Unternehmen weiß er nur zu sagen: "Die transportieren alles was flüssig ist." Im Gewusel Kriminalhauptkommissar Helmuth Klinger (Präsidium Wiesbaden). Er berichtet, dass in der ersten Tankkammer - jene die am Samstag hoch ging - acht Tonnen Phenol und in der vierten vier Tonnen Phenol gewesen seien. Die Kammern zwei und drei waren leer. Erneut werden Fragen zur wirklichen Ladung laut. Ein Chemiker sei am Ort gewesen, so Klinger, der behauptet habe, dass die geschilderten Reaktionen bei Phenol nicht möglich seien. Die Untersuchungen werden heute fortgesetzt. Bereits gestern begann das Säubern der Gegend. Ein Feuerwehrmann:  "Das wird Hunderttausende kosten."

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Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
OV Flörsheim Main e.V.

Höllweg 17
65439 Flörsheim am Main

Tel.: (06145) 1603
Fax: (06145) 4141

info (at) drk-floersheim.de

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